Markus Mädler Als Martin Luther auf der Theaterbühne

29.05.2017

Markus Mädler steht ab Pfingsten als Martin Luther auf der Theaterbühne in Bad Endorf. Bei den Vorbereitungen hat der Arzt sich intensiv mit der historischen Person beschäftigt.

Szene aus dem Stück "Luther". © Markus Hermannsdorfer

Vor allem sein Mut und die Kraft - auch angesichts des drohenden Scheiterhaufens - haben ihn beeindruckt. Mit Brigitte Strauß spricht Markus Mädler über den Reformator, über seinen eigenen Glauben und über die eigene Theaterverrücktheit, die man braucht, um jedes Jahr neben seinem Job noch ein Stück auf die Bühne zu bringen. Dabei hat alles mit einem Arztbesuch angefangen.

Der ehemalige Spielleiter ist vor einigen Jahren zu Markus Mädler in die Praxis gekommen und hat in einem Nebensatz gesagt, dass ihm noch ein paar Darsteller für das nächste Stück fehlen. Das war der Moment, als das Theatervirus auf den Arzt übergesprungen ist: "Könnte ich schon machen, habe ich damals gesagt. Seither bin ich dabei." Inzwischen ist aus der Rolle mit drei Sätzen schon die zweite Hauptrolle geworden und den ersten Vorstand in der Endorfer Theatergesellschaft hat er auch noch inne. Martin Luther darzustellen ist für ihn besonders reizvoll, „weil er so viele Facetten hat. Einmal ist er laut krachend, ein anderes Mal redet er ganz feinfühlig mit jemandem.“ Vor allem die derbe Seite des Reformators liegt dem Schauspieler: „Da kommen auch so Wörter wie Hirnfurz vor. Und bei einer Predigt so richtig zu schimpfen, das macht Spaß.“

Am Pfingstmontag ist Premiere in Bad Endorf. Karten gibt es noch hier

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Die Autorin
Brigitte Strauß-Richters
Radio-Redaktion
b.strauss-richters@st-michaelsbund.de


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